Aktionsfeld

"Zukunftsfähige Wirtschaft und Gesellschaft"

In diesem Aktionsfeld wird das Ziel verfolgt, die Entwicklung einer regional ausgerichteten, klimaschützenden und gemeinwohlorientierten Kreislaufwirtschaft im Ilmtal zu unterstützen.

Innovationen auf technischer Seite können nur erfolgreich sein, wenn sie von den Akteuren im politisch-sozialen Umfeld getragen werden. Hier gilt es mit Forschungsansätzen auf verschiedenen Ebenen und bei verschiedenen Akteuren anzusetzen, um Ursache-Wirkungsgefüge zu erfassen und Interventionen zu entwickeln. Aktive zivilgesellschaftliche Initiativen können unterstützend wirken. Geplant sind hierfür die Einrichtung eines Klimarates sowie eines Klima-Cafés. Um Klimaschutz gemeinsam mit den Bürger*innen und der Wirtschaft durchzusetzen, sind in beteiligten Kommunen Klimaschutzmanager*innen aktiv, Klimaschutzpläne erstellt und Klimaschutzagenturen in Planung. Das Projektvorhaben zielt darauf ab, unternehmens- und bürger*innenbezogene Strategien und Praktiken zum Klimaschutz in der Modellregion zu untersuchen, zu initiieren und wissenschaftlich zu begleiten, um ein Milieu der Investitionsbereitschaft für Innovation im Klimaschutz seitens der Unternehmen, der Kommunen und der Bürger*innen zu schaffen bzw. zu stärken.

Forschungsthemen

Übergeordnete Forschungsfrage: Wie können technologische, soziale und politische Innovationen in eine von breiter zivilgesellschaftlicher Partizipation getragenen sozial-ökologische Transformationsstrategie eingebettet werden, die sich auf eine endogene Regionalentwicklung hin zu einer klimaneutralen, an Lebensqualität und Gemeinwohl orientierten Wirtschaft mit hohen regionalen Kreislaufanteilen richtet?

  1. Empirische Erforschung der Innovationskompetenz und -kapazität politischen Handelns am Beispiel der Modellregion Ilmtal.
  2. Wie kann die angestrebte Transformationsstrategie von breiter zivilgesellschaftlicher Partizipation getragen werden? Welche mentalen Anknüpfungspunkte, Unterstützungspotentiale, aber auch Hürden und Widerstände existieren in der regionalen Bevölkerung? Welche dieser regional vorhandenen Wahrnehmungen und Einstellungen werden durch die am Projekt beteiligten Akteure in die Diskussion eingebracht, welche bleiben außen vor, und wie lassen sich unabsichtlich ausgeschlossene Perspektiven besser einbeziehen?
  3. Welchen Beitrag leisten Unternehmen, insbesondere in den anderen Themenbereichen des Projektes, in der Modellregion aktuell zum Klimaschutz? Wie gestalten sich die spezifischen Herausforderungen vor dem Hintergrund einer strukturschwachen und ländlichen Region?
  4. Welche Bedeutung hat Klimaschutz für die Unternehmen in der Modellregion?
  5. Wie können Unternehmen dazu befähigt werden, innovative und klimaschützende Prozesse stärker zu initiieren?
  6. Wie kann die Innovationskraft der regionalen Unternehmen im Bereich Klimaschutz gestärkt werden?

Ansprechpartner*innen

Dipl.-Ing. Jan Koltermann (Mitarbeiter Solarinput e.V., Dipl.-Ing. (FH) Umwelttechnik und Umweltverfahrenstechnik)

Prof. Dr. Wolfgang Rid (FH Erfurt, Stadt- und Regionalökonomie)

Dr. Susann Schäfer (FSU Jena, Wirtschaftsgeographie)