Aktionsfeld
„Klimaschutz durch regenerative Landwirtschaft, Agroforstsysteme, Agri-Photovoltaik & Digitalisierung“

In Thüringen ist die Landwirtschaft für circa 13 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Im Aktionsfeld „Klimaschützende Landwirtschaft“ sollen innovative Technologien und multifunktionale Nutzungskonzepte, angepasst an die Region, erarbeitet werden und in einem integrierten Flächen- und Raummanagement zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen und C- Speicherung beitragen.

Innovative Agri-Photovoltaiksysteme (APV)

  • Doppelnutzung landwirtschaftlicher Fläche für die Nahrungsmittel- und die klimafreundliche Energieerzeugung
  • Boden-, Ertrags- und Akzeptanzuntersuchungen

Digitalisierung in Landwirtschaft und Gartenbau

  • Entwicklung digitaler, ressourcensparender, energieeffizienter Lösungen für kleinstrukturierte Landwirtschaft
  • Optimierung der Systeme durch Bodenuntersuchungen mit Robotik/IOT
  • Kombination mit APV

Multifunktionale Agroforstsysteme

  • Anbau landwirtschaftlicher oder gärtnerischer Kulturen und/ oder Haltung von Nutztieren mit dem Anbau von Gehölzen (Wertholz; Koppelprodukte: Nüsse, Obst)
  • Optimierung der Bindung von Kohlenstoff im Boden, insbes. in wenig untersuchten Bodenstrukturen und Horizonten
  • Langfristige C-Speicherung durch Wertholzgewinnung
  • Verhinderung von Wasser- und Winderosion
  • Landschaftsästhetische Aspekte (Tourismus)

Regionales Stoffstrommanagement

  • Innovative Kreislauf-Konzepte (IOT) für Verwendung organischer Abfälle incl. Grünschnitt für regenerative, kohlenstoffspeichernde Agrofrost- und Landwirtschaft

Optimierung der Wertschöpfungskette

  • Auswahl anbautechnisch, klimawandel- und schutzangepasster und ökonomisch sinnvoller Pflanzen-Tiere-Gehölze-Kombinationen im Bereich Agroforstsysteme
  • Innovative Geschäftsmodelle für APV, Agroforstsysteme, Vermarktungs- und Weiterverarbeitungsketten: zB Regionalwert Aktiengesellschaft.
Kahlschlag nach Fichtensterben durch Trockenheit und Käferbefall, Schadholzmengen, im Hintergrund Stausee Hohenfelden (mögliches Seethermiepotenzial für Wärmegewinnung mit Nebeneffekt ‚Naturschutz‘ durch Kühlung) © K. Wydra

Ansprechpartner*innen

Prof. Dr. Kerstin Wydra (FH Erfurt, Fachrichtung Gartenbau, Pflanzenproduktion im Klimawandel)

M.Sc. Marcel Schwalbach (wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FH Erfurt, M.Sc. Erneuerbare Energien, Vorstand Energiegenossenschaft Ilmtal eG, Bürgerenergie Thüringen e.V.)